Zweiter Weltkrieg: Beginn, Ende und die entscheidenden Daten
KI-generiertes BildIn Europa begann der Zweite Weltkrieg mit dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 und endete mit der bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai 1945. Weltweit endete der Krieg mit der formellen Kapitulation Japans am 2. September 1945; der Japanisch-Chinesische Krieg hatte bereits 1937 begonnen.
- 1. September 1939: Deutschland überfällt Polen; Kriegsbeginn in Europa.
- 8. Mai 1945: Die deutsche Gesamtkapitulation wird wirksam.
- 2. September 1945: Japan unterzeichnet die Kapitulationsurkunde; globales Kriegsende.
- In Asien begann der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg bereits 1937.
1939 bis 1945: Diese Jahreszahlen bezeichnen gewöhnlich den Zweiten Weltkrieg. Doch hinter der vertrauten Zeitspanne stehen unterschiedliche regionale Verläufe. Während der deutsche Angriff auf Polen den europäischen Krieg eröffnete, kämpften Japan und China bereits seit 1937 in einem großflächigen Krieg gegeneinander.
Auch das Ende erfolgte nicht gleichzeitig. Zwischen der deutschen Kapitulation im Mai und der japanischen Kapitulationsunterzeichnung im September 1945 lagen weitere Monate der Zerstörung. Entscheidend ist deshalb die Unterscheidung zwischen europäischen und globalen Ereignissen sowie zwischen Kapitulationsentscheidung, Waffenruhe und formeller Unterzeichnung.
Welche Daten markieren Beginn und Ende des Zweiten Weltkriegs?
Für die europäische Geschichte bilden der 1. September 1939 und der 8. Mai 1945 die maßgeblichen Eckdaten. Am ersten Datum griff das nationalsozialistische Deutschland Polen an, am zweiten wurde die bedingungslose Kapitulation der deutschen Streitkräfte wirksam. Diese zeitliche Einordnung beschreibt einen klar umrissenen Kriegsverlauf, erfasst aber nicht sämtliche Vorgeschichten und Schauplätze des weltweiten Konflikts.
Global reicht die übliche Darstellung bis zum 2. September 1945. An diesem Tag unterzeichneten japanische Vertreter die Kapitulationsurkunde und besiegelten damit das Ende des Krieges gegen die Alliierten. Der Krieg im Pazifik und in Ostasien war nach der deutschen Niederlage weitergegangen; Japan blieb trotz des Zusammenbruchs seines europäischen Bündnispartners militärisch handlungsfähig und beherrschte weiterhin große besetzte Gebiete.
Beim Anfang ist die Abgrenzung schwieriger als beim formellen Ende. Der seit 1937 geführte Zweite Japanisch-Chinesische Krieg ging später im Weltkrieg auf, weshalb globalgeschichtliche Darstellungen häufig früher einsetzen als europäische Überblickswerke. Japans Besetzung der Mandschurei 1931 bildet einen weiteren wichtigen Ausgangspunkt für die Vorgeschichte. Daraus folgt jedoch keine allgemein verbindliche Neudatierung des gesamten Weltkriegs auf 1931.
Historische Zeitgrenzen hängen davon ab, welches Geschehen untersucht wird. Auch beim Untergang Roms steht ein bekanntes Enddatum für einen längeren Veränderungsprozess. Beim Zweiten Weltkrieg sind die militärischen Schlüsseldaten allerdings besonders eindeutig dokumentiert. Unterschiedliche Zeitspannen widersprechen sich daher nicht zwangsläufig, sondern können verschiedene Regionen, Kriegsschauplätze oder rechtliche Ebenen bezeichnen.
Warum gilt der 1. September 1939 als Kriegsbeginn in Europa?
Der deutsche Überfall auf Polen begann am frühen Morgen des 1. September 1939 ohne vorausgehende Kriegserklärung. Zu den frühen Angriffen gehörten der Beschuss der Westerplatte bei Danzig und Luftangriffe auf polnische Städte. Die Wehrmacht überschritt die Grenze mit dem Ziel, den polnischen Staat militärisch zu zerschlagen. Es handelte sich um einen geplanten Angriffskrieg, nicht um eine spontane Grenzauseinandersetzung.
Die NS-Führung präsentierte den Angriff als angebliche Reaktion auf polnische Provokationen. Dazu dienten inszenierte Zwischenfälle wie der vorgetäuschte polnische Überfall auf den Sender Gleiwitz am Vorabend. Diese Täuschung sollte die deutsche Aggression propagandistisch rechtfertigen. Die Verantwortung für den Kriegsbeginn liegt bei der deutschen Führung unter Adolf Hitler, deren Expansionspolitik längst über einzelne territoriale Forderungen hinausging.
Hinter dem Angriff standen nationalsozialistische Vorstellungen von Rassenherrschaft, Eroberung und sogenanntem Lebensraum im Osten. Der Versailler Vertrag, wirtschaftliche Krisen und die Schwäche der internationalen Friedensordnung gehörten zum historischen Umfeld, machten den Krieg aber nicht zwangsläufig. Bereits der Anschluss Österreichs und die Zerschlagung der Tschechoslowakei hatten gezeigt, dass Hitlers Politik auf die gewaltsame Veränderung der europäischen Ordnung zielte.
Der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt vom 23. August 1939 erleichterte den Angriff. In einem geheimen Zusatzprotokoll grenzten Deutschland und die Sowjetunion ihre Interessensphären in Ostmitteleuropa ab. Am 17. September marschierte die Rote Armee in Ostpolen ein. Polen wurde zwischen beiden Mächten aufgeteilt; die sowjetische Beteiligung gehört deshalb untrennbar zur Geschichte seiner Niederlage und der anschließenden Besatzung.
Großbritannien und Frankreich hatten zuvor versucht, einen weiteren europäischen Krieg durch Zugeständnisse zu verhindern. Die britische Appeasementpolitik beruhte unter anderem auf Kriegserfahrungen, militärischen Sorgen und einer Fehleinschätzung von Hitlers Zielen. Bei der Bewertung solcher Entscheidungen hilft die Unterscheidung zwischen damaligen Informationen und nachträglicher Gewissheit: Kognitive Verzerrungen können historische Urteile beeinflussen, ersetzen aber keine Analyse konkreter Interessen und Handlungsmöglichkeiten.
Am 3. September 1939 erklärten Großbritannien und Frankreich Deutschland den Krieg. Damit weitete sich der Angriff auf Polen zu einem Krieg zwischen europäischen Großmächten aus, deren Kolonialreiche und Verbindungen weit über Europa hinausreichten. Dennoch bleibt der 1. September das übliche Anfangsdatum: Entscheidend ist der Angriff, der diese Kriegsausweitung auslöste, nicht erst der spätere Eintritt weiterer Staaten.
Weshalb hatte der Krieg in Asien schon 1937 begonnen?
Am 7. Juli 1937 kam es an der Marco-Polo-Brücke bei Peking zu einem bewaffneten Zusammenstoß zwischen japanischen und chinesischen Truppen. Aus dem zunächst örtlichen Konflikt entwickelte sich ein großflächiger Krieg. Dieses Ereignis gilt gewöhnlich als Beginn des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges. Die Bezeichnung unterscheidet ihn vom Ersten Japanisch-Chinesischen Krieg von 1894 bis 1895.
Japans Expansion hatte jedoch früher eingesetzt. Nach der Besetzung der Mandschurei 1931 errichtete Japan dort den abhängigen Staat Mandschukuo und baute seine politische und wirtschaftliche Kontrolle aus. Rohstoffe, Absatzmärkte und strategischer Einfluss spielten dabei eine wichtige Rolle. Zugleich gewann das Militär innerhalb des japanischen Herrschaftssystems erheblichen Einfluss, wodurch eine gewaltsame Ausweitung des Imperiums weiter begünstigt wurde.
1937 griffen japanische Streitkräfte unter anderem Shanghai an und eroberten anschließend Nanjing, die damalige Hauptstadt der Republik China. Das Massaker von Nanjing steht für die extreme Gewalt gegen Zivilbevölkerung und Kriegsgefangene. Die chinesische Regierung unter Chiang Kai-shek setzte den Widerstand aus dem Landesinneren fort. Eine schnelle politische Unterwerfung Chinas gelang Japan trotz großer militärischer Erfolge nicht.
Der chinesische Widerstand war politisch gespalten. Nationalisten der Kuomintang und Kommunisten unter Mao Zedong standen gemeinsam gegen Japan, blieben aber zugleich Rivalen um die Zukunft Chinas. Krieg, Besatzung und erzwungene Ortswechsel prägten das Leben großer Bevölkerungsteile. China war damit nicht bloß ein späterer Nebenschauplatz des Pazifikkrieges, sondern eines der wichtigsten und am längsten betroffenen Kriegsländer.
Die Einordnung von 1937 als früherem Beginn berücksichtigt diese asiatische Erfahrung. Allerdings waren der Krieg in China und der europäische Krieg zunächst getrennte Konflikte mit eigenen Ursachen, Bündnissen und Abläufen. Erst ihre zunehmende militärische und diplomatische Verflechtung machte daraus einen zusammenhängenden Weltkrieg. Die europäische Datierung auf 1939 bleibt deshalb sinnvoll, sofern ihre geografische Begrenzung deutlich benannt wird.
Wie verbanden sich regionale Kriege zu einem Weltkrieg?
Nach der Niederlage Polens weitete Deutschland den europäischen Krieg 1940 erheblich aus. Die Wehrmacht besetzte Dänemark und Norwegen, griff die Niederlande, Belgien und Luxemburg an und besiegte Frankreich. Großbritannien setzte den Krieg fort. Mit Italiens Kriegseintritt im Juni 1940 gewannen außerdem der Mittelmeerraum und Nordafrika als Kriegsschauplätze an Bedeutung, während Kolonialgebiete zusätzliche Fronten und Ressourcen bereitstellten.
Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 veränderte Umfang und Charakter des Krieges erneut. Das Unternehmen Barbarossa war von Beginn an als ideologischer Eroberungs- und Vernichtungskrieg angelegt. Die NS-Führung verband militärische Ziele mit Ausbeutung, Hungerpolitik und Massenmord. Der Holocaust entwickelte sich im Zusammenhang mit dieser Radikalisierung zur systematischen Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden.
In Ostasien versuchte Japan währenddessen, seine Herrschaft über China und weitere Gebiete abzusichern. Der Vormarsch nach Französisch-Indochina verschärfte den Konflikt mit den Vereinigten Staaten, Großbritannien und den Niederlanden. Wirtschaftliche Sanktionen, besonders Einschränkungen der Ölversorgung, erhöhten den Druck auf die japanische Führung. Diese entschied sich für weitere militärische Expansion statt für einen Rückzug aus den eroberten Gebieten.
Am 7. Dezember 1941 griff Japan den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii an. Zeitgleich begannen, abhängig von der örtlichen Datumsgrenze bereits am 8. Dezember, Angriffe auf weitere westliche Stützpunkte und Besitzungen in Asien. Die Vereinigten Staaten traten in den Krieg gegen Japan ein. Am 11. Dezember erklärten Deutschland und Italien den USA ebenfalls den Krieg.
Ende 1941 waren die großen Kriegsschauplätze politisch und wirtschaftlich eng miteinander verbunden. Trotzdem führten Deutschland und Japan keinen vollständig gemeinsam geplanten Krieg: Die Sowjetunion blieb gegenüber Japan bis August 1945 neutral. Der Begriff Weltkrieg bezeichnet deshalb keine überall gleichzeitig verlaufende Auseinandersetzung, sondern ein globales System miteinander verknüpfter Kriege, Bündnisse, Versorgungslinien und militärischer Entscheidungen.
Was geschah bei der deutschen Kapitulation am 8. Mai 1945?
Im Frühjahr 1945 war die militärische Niederlage Deutschlands unausweichlich. Westalliierte Truppen rückten von Westen vor, die Rote Armee erreichte Berlin, und die deutsche Versorgung brach weitgehend zusammen. Hitler beging am 30. April Selbstmord. Die anschließende Regierung unter Karl Dönitz versuchte, möglichst viele Soldaten und Flüchtende in westalliierte Gebiete gelangen zu lassen, während im Osten weitergekämpft wurde.
Bereits vor der Gesamtkapitulation ergaben sich deutsche Verbände in einzelnen Regionen. Die entscheidende Kapitulationsurkunde unterzeichnete Generaloberst Alfred Jodl am 7. Mai 1945 im alliierten Hauptquartier in Reims. Als Zeitpunkt für die Einstellung der Kampfhandlungen wurde der 8. Mai um 23.01 Uhr mitteleuropäischer Zeit festgelegt. Deshalb gilt nicht der Tag der ersten Unterzeichnung, sondern der 8. Mai als europäisches Kriegsende.
Auf sowjetisches Verlangen folgte eine zweite Unterzeichnung in Berlin-Karlshorst durch Vertreter der deutschen Wehrmachtführung. Die Zeremonie fand in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai statt; die Urkunde trägt das Datum des 8. Mai. Bei Inkrafttreten der Kapitulation war es in Moskau bereits der 9. Mai. Daraus erklärt sich der unterschiedliche Gedenktag in mehreren westlichen und östlichen Erinnerungstraditionen.
Die Kapitulation war bedingungslos. Die deutschen Streitkräfte mussten ihre Kampfhandlungen einstellen und den Anordnungen der Alliierten folgen; eine ausgehandelte Fortsetzung deutscher militärischer Macht war ausgeschlossen. Dennoch verstummten die Waffen nicht überall sofort. Abgeschnittene Verbände, verzögerte Nachrichten und fortgesetzte Kämpfe in einzelnen Regionen führten dazu, dass Menschen auch nach dem festgelegten Zeitpunkt noch durch Kriegshandlungen starben.
Der 8. Mai beendete die nationalsozialistische Herrschaft und gilt als Tag der Befreiung vom NS-Regime. Für Überlebende von Verfolgung und Zwangsarbeit eröffnete die Niederlage Deutschlands die Aussicht auf Freiheit, häufig unter katastrophalen Lebensbedingungen. Befreiung bedeutete nicht sofortige Sicherheit oder Gesundheit. Zugleich begannen Besatzung, Entwaffnung und eine grundlegende politische Neuordnung, während die Aufarbeitung deutscher Verbrechen erst einsetzte.
Warum endete der Weltkrieg erst am 2. September 1945?
Nach der deutschen Kapitulation setzte Japan den Krieg fort. Die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten hatten japanische Stellungen im Pazifik schrittweise zurückgedrängt und führten schwere Luftangriffe gegen japanische Städte. Trotzdem kontrollierte Japan weiterhin große Gebiete in Asien. Die deutsche Niederlage beendete weder die japanische Befehlsgewalt noch automatisch die Kämpfe in China und im Pazifik.
Im August 1945 trafen mehrere entscheidende Ereignisse zusammen. Die USA warfen am 6. August eine Atombombe auf Hiroshima und am 9. August eine weitere auf Nagasaki. Die Sowjetunion erklärte Japan am 8. August den Krieg und begann am folgenden Tag ihre Großoffensive in der Mandschurei. Damit verlor Japan zugleich die Hoffnung auf eine sowjetische Vermittlung gegenüber den Westalliierten.
Welche Faktoren den japanischen Entschluss zur Kapitulation am stärksten bestimmten, ist Gegenstand historischer Forschung. Diskutiert werden die Atombomben, der sowjetische Kriegseintritt, die militärische Aussichtslosigkeit und die Sorge um den Fortbestand des Kaisertums. Eine Erklärung durch nur einen Auslöser verkürzt die Lage. Die Entscheidung fiel innerhalb einer gespaltenen Führung, in der Kaiser Hirohito schließlich zugunsten der Annahme der alliierten Bedingungen eingriff.
Am 15. August 1945 hörte die japanische Bevölkerung eine Rundfunkansprache des Kaisers, die den Entschluss zur Annahme der Kapitulationsbedingungen bekannt machte. Dieses Datum steht in Japan und anderen Ländern im Zentrum des Gedenkens an das Kriegsende. Es bezeichnet jedoch nicht die spätere Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde. Zwischen öffentlicher Bekanntgabe, Übermittlung militärischer Befehle und formellem Abschluss lagen weitere Schritte.
Am 2. September 1945 unterzeichneten japanische Vertreter an Bord des US-Schlachtschiffs USS Missouri in der Bucht von Tokio die Kapitulationsurkunde. Vertreter der alliierten Mächte zeichneten das Dokument ebenfalls. Dieser formelle Akt gilt als globales Ende des Zweiten Weltkriegs. Auch danach mussten weit verstreute japanische Truppen entwaffnet, Gefangene befreit und besetzte Gebiete übernommen werden.
Was bedeuten die Kriegsenden für die Zeit nach 1945?
Eine Kapitulation beendet die organisierte militärische Gegenwehr, ist aber nicht dasselbe wie ein Friedensvertrag. Deutschland hatte 1945 keine handlungsfähige gesamtstaatliche Regierung mehr, die einen solchen Vertrag hätte abschließen können. Die Alliierten übernahmen am 5. Juni die oberste Regierungsgewalt. Besatzungszonen und alliierte Kontrollstrukturen bestimmten zunächst die politische Ordnung, während zahlreiche rechtliche und territoriale Fragen offenblieben.
Auch für Japan folgte der Frieden nicht unmittelbar aus der Unterschrift vom September. Die alliierte Besatzung und weitreichende Reformen veränderten Staat und Gesellschaft. Der Friedensvertrag von San Francisco wurde 1951 unterzeichnet und trat 1952 in Kraft, allerdings nicht zwischen Japan und sämtlichen früheren Kriegsgegnern. Militärisches Kriegsende und rechtliche Friedensordnung besitzen daher unterschiedliche Daten und Reichweiten.
In großen Teilen Europas und Asiens blieben Gewalt und politische Unsicherheit bestehen. In China eskalierte der Bürgerkrieg zwischen Nationalisten und Kommunisten erneut; in verschiedenen Kolonialgebieten verschärften sich Kämpfe um Unabhängigkeit. Flucht, Vertreibungen, Hunger und die Suche nach verschollenen Angehörigen prägten den Alltag. Der Weltkrieg war beendet, seine gesellschaftlichen Folgen reichten jedoch über Generationen hinweg.
Für die genaue Datierung sind schriftliche Quellen unverzichtbar: Kapitulationsurkunden, Befehle, diplomatische Mitteilungen und Tagebücher dokumentieren unterschiedliche Ebenen desselben Geschehens. Ihre Bedeutung steht in einer langen Tradition seit der Entstehung der Schrift. Ein unterzeichnetes Dokument belegt allerdings nicht, dass jeder Befehl sofort ausgeführt wurde; dafür sind zusätzliche militärische und lokale Quellen erforderlich.
Die Eckdaten bleiben deshalb klar, ohne sämtliche historischen Übergänge auf einen einzigen Moment zu reduzieren. Für Europa gilt die Zeit vom 1. September 1939 bis zum 8. Mai 1945, global reicht der Krieg bis zum 2. September 1945. Eine umfassende Darstellung bezieht außerdem den Krieg in China seit 1937 ein und unterscheidet das Ende der Kämpfe vom langen Weg zu einer neuen Friedensordnung.
Häufige Fragen
Dauerte der Zweite Weltkrieg genau sechs Jahre?
Nach der üblichen globalen Datierung vom 1. September 1939 bis zum 2. September 1945 dauerte er sechs Jahre und einen Tag. Eine Betrachtung, die den Japanisch-Chinesischen Krieg seit 1937 einbezieht, umfasst einen längeren Zeitraum.
Warum wird in Russland am 9. Mai an den Sieg erinnert?
Als die deutsche Kapitulation am 8. Mai 1945 um 23.01 Uhr mitteleuropäischer Zeit wirksam wurde, hatte in Moskau bereits der 9. Mai begonnen. Dieses Datum wurde zum sowjetischen und später russischen Gedenktag des Sieges.
Ist der 15. August oder der 2. September Japans Kapitulationstag?
Der 15. August 1945 bezeichnet die öffentliche Bekanntgabe des japanischen Kapitulationsentschlusses durch Kaiser Hirohito. Am 2. September folgte die formelle Unterzeichnung, die als globales Kriegsende gilt.
Warum gilt 1931 nicht allgemein als Beginn des Weltkriegs?
Japans Besetzung der Mandschurei 1931 gehört zur Vorgeschichte und erscheint in manchen Darstellungen als Beginn einer längeren asiatischen Kriegsphase. Ein durchgehend verknüpfter globaler Krieg bestand damals jedoch noch nicht, weshalb 1931 kein allgemein anerkanntes Anfangsdatum ist.
War 1945 bereits Frieden zwischen Deutschland und allen Kriegsgegnern?
Die militärische Kapitulation bedeutete keinen sofortigen umfassenden Friedensschluss. Besatzungsregelungen und spätere staatliche Entscheidungen bestimmten den rechtlichen Übergang; der Zwei-plus-Vier-Vertrag von 1990 regelte schließlich zentrale äußere Fragen der deutschen Einheit.
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell aufbereitet. Stand: September 2026.

